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was nach über einem Jahr noch "Bestand" hat und nicht einfach im Regal beerdigt wurde, findet hier seinen Platz |
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| . | BLACK KALI MA-YOU RIDE
THE PONY (I’LL BE THE BUNNY) LP/CD
Gary Floyd gehört zu der Handvoll Leute, die Musik machen können, die sie wollen, ich freue mich jedesmal auf eine neue Platte. Bei Gary Floyd liegt es an der Stimme, die den Blues hat, unabhängig vom Sound, der dahinter steht. Black Kali Ma ist Post-Dicks, Post-Sister Double Happiness und Post-Gary Floyd Band. Immerhin hat er Danny Roman seit den Schwestern behalten, dessen Gitarrenspiel (und Kettenraucherei) schon das Bild und den Sound von S.D.H entscheidend prägten (wenn man mal vom einzigartigen Schlagzeugspiel Lynn Perkos absieht, die hier einen Gastauftritt hat). Dann ist da auch noch der Schlagzeuger von der Gary Floyd Band geblieben, und eigentlich bleibt nur festzustellen, daß Black Kali Ma musikalisch so ziemlich die Schnittmenge zwischen diesen beiden Bands ist. Viel relaxter Blues, viel Stimmvolumen und eine Menge dieses prickelnden Gitarrenspiels, das einfach rockt. Dazu sind „Wonderful“, „Movin‘ on“ und „Price we pay“ noch drei verdammt geniale Stücke, von denen ersteres für wohlige Schauer über den Nacken sorgte. Und so freuen wir uns auch auf die nächste Platte von Mr. Floyd, bleibe er uns lange erhalten, denn diese Erwachsenenmusik ist viel zu selten. Allerdings sollte man erwähnen, daß die „Instant-Hits“ rarer als bei Sister Double Happiness gesät sind. (Alternative Tentacles) |
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| . | ROCKET FROM THE CRYPT-ALL SYSTEMS GO-CD
Das ist nett! Alle Jahre wieder klauben Rocket ihre verstreuten Singleveröffentlichungen zusammen und machen eine kompakte Disk daraus. Sehr löblich, denn der hundsgemeine Rocketeer weiß, wie schwer es ist, alles von seinen Lieblingen aus den Ecken der Welt zusammenzutragen, und wie undankbar das Ganze ist. Hier werden uns die Ufo Ufo 7“ kredenzt, die nicht so hyperselten ist, das Triple-Maxi-CD Paket von On a rope, bei dem man froh sein durfte, wenn man mal kurz eines zum Anfassen bekam, die Young Livers 7“ (die irgendwie nur in England auf den Teller kam), die Born in ’69 (dito), die schon in pressfrischem Zustand hundsteure Shapedisc und eine Promo-only 7“ mit Pushead Artwork, die sowieso nur Eingeweihte zu Gesicht bekommen haben. Rechnet man mal günstig jede 7“ mit ca. 8,-, die Maxi-CDs mit je 10,- und die Shape mit 20,-, dann hat man ohne Freundschaftspreise schon mal 80,- Lappen zusammen, die aber ohnehin utopisch sind, weil keiner einem das Zeug so billig vor die Füße werfen würde. Also Wert für Geld oder „Value for money“, wie der Anglophile zu sagen pflegt. Zudem sind dann diese Sachen nicht so überproduziert wie die entsprechenden CDs, was die Sache irgendwie „heimeliger“ macht. Feinster Rocket-Sound, der keiner Beschreibung bedarf, denn die Band kennt man oder man hat irgendwie gepennt! (Swami, www.rftc.com) |
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| . | ROBOCOP KRAUS-INFERNO NOIHILISTIQUE
2000-LP
Yeah, verfummelt, Yeah! Wie konnte sich eine derartige Band nur so lange vor meinen Ohren verstecken??? Steinigt mich, schlagt mich, mir egal, für mich ist diese Band die Erfüllung aller Haloperidol-Träume von Rites of Spring, die irgendwann einmal ein wenig von Make Up mitbekommen haben. Haloperidol macht „scheißegal“ und happy, selbst wenn gerade Deine gesamte Familie von einem atomar verstrahlten Zuchtgeflügel zertreten wurde. Rites of Spring waren immer sooo traurig und doch so genial. Robocop Kraus sind nicht so traurig, haben aber das Feeling für diesen fragilen (Pop)-Song geerbt. Oh, yeah, da hör ich kleine Glocken klingen, laß mir die originale Farfisa-Orgel sogar als vollwertiges Instrument gefallen und delektiere mich an den hier eingelösten Versprechen der Ehren-Washingtoner aus dem deutschen Zonen/Zonenrandgebiet. German-DC-Sound mit Cure-Feeling (auf Speed) und Yeah-Faktor 12. Live eine Bestnote wert und auf Platte einer meiner momentanen Helden. Hier ist er zu finden, der gute Song!!! Absolut grandios: „it’s piracy!“ miss stewardess! (Swing de Luxe, www.swing-deluxe.de) |
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. | FLAMINGO MASSACRES-LEAN BACK AND ENJOY
YOUR CANDY TERROR-MCD
Eine der Platten, bei denen man irgendwie traurig ist, wenn die Scheibe aus ist und man alle Stücke gehört hat. Seltsam entspannter Sound, der ohne Gitarre (dafür 2x Bass) auskommt und sich so anhört, als würde er direkt aus einer relaxten Gegend von DC kommen. Dischord-tauglicher Sound zwischen erwachsenen Beefeater und der Norman Mayer-Group (auch Frauen, aber direkt aus DC). Extraplus gibt es für die schöne Verpackung (Texthefte auf diesen dicken Butterbrotpapier finde ich grandios)! Ein klein wenig verwirrt bin ich, weil die CD als CD-R gebrannt wurde (vielleicht nur bei den Vorabteilen und Promos so?), kommt aber mit Etikett und nicht nackt. Denke, daß sich diese Platte öfters verkaufen sollte, statt einzeln nachgebrannt zu werden. Meiner bescheidenen Ansicht nach ein kleiner ganz GROSSER Gewinner. (Millipede Records, evih@angelfire.com) |
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| . | MONOCHROME-LASER-CD
Goodbye Dawnbreed, hello Monochrome. Nun, viele werden hier abschalten und zum Kühlschrank rennen, am Ende denken, daß der Typ mal wieder spinnt, oder einfach das Gehirn auf ”Off” geschaltet lassen, weil ich bisher ja ohnehin nur Gutes über diese Band (und eben Dawnbreed) zu berichten wußte. Wird wohl so sein, aber ich werde auch dann meine Finger auf die Tastatur senken, wenn mein Mißfallen erregt wird – unabhängig, wer oder was es ist, denn ich muß nicht und bin damit weniger käuflich und bestechlich als derjenige, der mit seiner Meinung seine Existenz auf’s Spiel setzt. Wer jetzt etwas Negatives erwartet, der sollte jetzt endlich zum nächsten Review übergehen, denn er wird auch diesmal Pech haben. Laser ist ein weiterer Schritt von Monochrome in eine Richtung, die nicht vorhersehbar ist und damit für mich spannend bleibt. Die Platte ist so wie sie aussieht: edel, nobel und wie ein Flasche guter Wein, ein Platte, die ich mir auflege, wenn ich sie genießen will (und nicht einfach nur ”Bock” auf einen Sound habe)! Im Gegensatz zu 99,9% aller anderen Veröffentlichungen sieht und hört man hier ein Gesamtkonzept heraus, riecht den Guß und schmeckt ein Rezept, das über die Zutaten hinaus mit den Dingen geglückt ist, die nicht in der Backanleitung stehen. Laser ist Höchstform, eine ganz oben liegende Meßlatte, positiv, konstruktiv und spannend (wow, soviel in nur einer einzigen Platte – zum Spielen ist sie auch und wenn Du gerne Papier magst ...). Es bleibt dabei: Erlebnismusik, in einem bequemen Sessel wie ein Buch delektier- und mehrmals ohne Spannungsverlust hörbar. Ich schmelze ... bei mehr als nur einem Song (Trans Solar, transsolar@compuserve.com). |
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| FLIEHENDE STÜRME-HINTER MASKEN-CD
Den Gitarrensound von Andi Löhr würde ich unter Millionen heraushören. Die Art, wie er Gitarre spielt, ist seit Chaos Z unauslöschbar in mein Gehirn gebrannt. Dieser Sound hat etwas maschinelles, fast so etwas wie ein programmierter Synthesizer. Fliehende Stürme sind die dunkle Seite von dem was einmal Chaos Z waren, geblieben ist mit der einzigartigen Gitarrenwand auch der monoton-hypnotische Gesang, der ebenfalls einzigartig und unverkennbar ist. Wenn ich hier sagen würde, daß Fliehende Stürme „Gothic“ oder „Darkwave“ spielen, dann werden die Unwissenden an solche Pimpernasen wie Goethes Erben (der hätte sich für jeden Reim von diesen Typen geschämt) oder Deine Labereien (Hofschranzenkarnevalsgothic für Hilfsschüler) denken und haben es nicht besser verdient. Wenn ich das sage, und das tu ich jetzt, dann mein ich einen Sound, der von den frühen Killing Joke, Warsaw (Joy Division, Du Hirn) und The Wall kreiiert wurden, selbst Bauhaus laß ich mit Abstrichen noch gelten. Kein billiger Pathos in den Texten wie bei den Labereien, kein aufgesetztes Leidensgesicht, wie bei 98% der Amateurfriedhofsschänder. Teutonischer Sound mit Maschinen und Leder, ohne großes Label, ganz alleine und unprätentiös. (Sturmhöhe) |
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| STEPHAN EICHER-LOUANGES-CD
Große Musik, die hierzulande unmöglich Fuß fassen kann, weil sie all das nicht hat, was hier nötig wäre, um einen Musiker und eine Platte ins Gerede zu bringen. Stephan Eicher zelebriert mit seelenverwandten Vollblutmusikern eine perfekte Poplatte, die ohne einen Einzelhit als Ganzes zu überezugen weiß. Er verweigert sich den üblichen Promotionspielchen seit Jahren, gibt kaum Interviews, redet nur wenig über seine Musik und macht lieber Dinge, die allem widersprechen, was einem die A&R-Menschen und Marketingstrategen empfehlen würden. Wäre es anders, ich weiß nicht, ob er dann noch so interessant wäre. Aber Eicher ist Eicher, er setzt auf keine Trends und er macht auch keine teuren Videos, um seine Platten besser über Optische Spielereien zu verkaufen. Stattdessen tritt er lieber in Plattenläden auf, tourt durch die halbe Welt, durch Länder, in denen man seinen Namen nicht aussprechen, geschweige denn seine Platten kaufen kann und schmeißt auch mal eine fertige Platte in die Tonne, weil er keine Lust auf Zeitgeist hat. Und so gehört dieser Künstler zu der aussterbenden Kaste der Vollblutmusiker, der Künstler, die sich lieber einen Finger abhacken würden, statt ein Bild von sich zu verkaufen. Eicher ist extrem detailverliebt und dann besonders kreativ, wenn es ihm dreckig geht. Den perfekten Popsong hat er sowieso schon mehr als einmal geschrieben und auf Louanges gleich mehrmals verpackt. Seine Offenheit gegenüber neuen Medien und Wegen der Präsentation ist beeindruckend und beschert einem immer wieder Überraschungen (siehe auch seinen Internetauftritt: www.stephaneicher.com). Seine Angewohnheit, alte Stücke immer wieder neu bei Liveauftritten zu interpretieren und scheinbar ewige Popsongs in gewaltigen Lärmorgien zu zerlegen, fordern tiefen Respekt vor einem, der einzigartig in der Welt der populären Musik ist, und wohl auch deshalb in Deutschland auf Unverständnis stößt, denn der deutsche Konsument liebt keine Veränderungen, er will die Stücke live so hören, wie sie auf Platte gepreßt wurden. Interessiert mich nicht, denn nur so will ich es haben, unberechenbar und eigenwillig. Fertige Produkte, austauschbare Charaktere sind langweilig und nur für den Moment aufregend ... genau deswegen mag ich Eicher, denn er vermeidet diese Stolperfallen aus tiefer Überzeugung)! Oh ja, Louanges ist grandios, dreisprachig und aufgrund der Tatsache, daß ein Großteil der Texte auf Französisch sind, einmal mehr für Teutonenland unverkäuflich. (Virgin) |
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TURBONEGRO-DARKNESS FOREVER-DO-LP/CD
Turbonegro sind Geschichte. Besser so, als daß diese Band den Weg aller Bands nach dem Erreichen ihres musikalischen Höhepunktes gegangen wäre, anders als bergab wäre sowieso kaum noch etwas drin gewesen. Als wunderbares Abschiedsgeschenk gibt es eine Doppel-LP (oder CD), die im vollen Saft steht. Druckvolle Dampfhammerhits in einwandfreier Soundqualität, bevor der eine oder andere Bootleg diese Band so dokumentiert hätte, wie wir diese Norweger am liebsten hatten, live, auf einer Bühne schwitzend und rockend was das Lederzeug hält. Das hier ist die "Live-Killers", die "Alive", die "It's alive" nur eben aus Norwegen und von Turbonegro. Wer schnell zur Hand war und seinen Plattenspieler noch nicht ganz gegen einen CD-Player eingetauscht hat, der kommt in den Genuß von ein paar vinyl-only Bonustracks, bekommt ein Poster und eine Fotobeilage, die auch ohne Lupe etwas hermacht. Diese Platte hat einen Ehrenplatz verdient, und den bekommt sie bei mir, auf dem Plattenteller!!! (Bitzcore, www.bitzcore.de) |
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THE STARLITE DESPERATION-GO KILL MICE-CD
Eine Band, die Armin am Telefon während eines dreißigminütigen Gespräches gut und gerne drei- bis fünmal beiläufig erwähnt und mir wohl deswegen auf's Auge gedrückt hat. Ich teile die Begeisterung nicht ganz, muß aber zugeben, daß auch ich mich dieser Band nicht entziehen kann. Ein ähnliches Phänomen wie Make Up oder Rocket from the Crypt macht sich hier breit (letztere hatten auf diesem Label erst eine 12" und sind somit Nadelschwager). Die Attitude gibt den Kick, denn die Band macht etwas, das ich sonst nur mit verzogenenm Mundwinkel zwischen die Zähne nehme "Neo-" irgendwas. Neobeat, Neoblues, am ehesten vergleichbar mit der Entwicklung, die die Rolling Stones erfolglos abgebrochen haben, die aber später zu einem Sound mutierte, der Bands wie die MC5 (ohne deren Hippiegene) oder die Stooges groß gemacht hat (gib zu denen das technische Equipment der 90er und eine große Portion der Doors und Du hast es). Könnte man jetzt also als "Detroit-Sound" abstempeln, der aus der Mischung Beat, Rock, jeder Menge Gras, Blues und dem Post-Woodstocktrauma entstanden ist. Könnte man, hätte dann aber immer noch nicht die Starlite Desperation, die so gefährlich gut sind, daß es nur einen kleinen Schubser braucht, um die Trittbrettjournalisten vom Rolling Stone, der Spackenspex oder dem Musikexpress (immer einen Schritt zu spät) für diese Band zu begeistern, die auch Make Up nur zu einem Bruchteil verstehen und dennoch so gnadenlos abfeiern, daß man sich fast schämen muß, für soviel Verzweiflung. Go kill Mice hat alles, was einen Meilenstein ausmacht (und diese Platte ist einer!!!), unverschämt grandiose Gitarrenriffs, noch mehr grandiosere Hooks, denen man sich auch mit größter Mühe nicht entziehen kann, all die Treffer, die gescheiterte Neo-Bands - wie die Multicoloured Shades - nicht landen konnten, weil Erfolg mehr als nur Training ist, eine Lockerness, die fast arrogant anmutet, weil alles so "einfach" scheint und einen Beat, der kickt als ob die 60er eine Zeitreise gemacht hätten. Starlite Desperation schwimmen in einer Liga mit Rocket from the Crypt, Make Up, Jon Spencer Blues Explosion und verdienen ihr eigenes Fach. Grandios!!! So stilish wie diese Band ist übrigens auch die Webseite des Labels! (flappingjet, www.flappingjet.com). |
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WORLD INFERNO/FRIENDSHIP SOCIETY-ALL
THE WORLD IS A STAGE (DIVE)-7"
Wer meint, daß man Pogo, Polka, Walzer, Varietétöne und mehr nicht zu einer stimmigen Musik zusammenmischen kann/darf, der hat wahrscheinlich noch nie etwas von dieser Band gehört, die all das sehr wohl und sehr locker miteinander verbindet (was übrigens auch Giant Ant Farm schaffen). Das Resultat klingt immer ein bißchen nach einer Zirkussession oder einem kleinen französischen Varieté, das von einer Horde begnadeter Musiker besetzt wurde, die sich notgedrungen der Instrumente bedienen, die sich im Haus befanden, um Musik zu machen.Wer die Band live sehen konnte, der wird sich ohnehin jeden Tonträger der Band kaufen, den er finden kann. Wer sie nicht gesehen hat, der darf sich in die Reihe derer stellen, die vieles verpaßt, aber dennoch glücklich und unwissend sind! Ungeläuterten empfehle ich einen Besuch und ein Herunterladen von Soundbeispielen im MP3-Format von der bandeigenen Homepage, die auch noch schick aussieht! Danach wirst Du wissen wovon ich rede und keine weitere Fragen mehr stellen www.worldinferno.com)! Erschienen auf einem der besten Label unserer Zeit, hähä! (X-Mist, www.x-mist.de) |
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BOHREN UND DER CLUB OF GORE-SUNSET
MISSION-CD
Habe mich kürzlich gefragt, was wohl aus dieser vielversprechenden Band aus Mühlheim geworden sein mag. Schwupps, da war eine neue CD auf dem Markt, die da weitermacht, wo man bei "Gore Motel" und "Midnight Radio" aus der Bar geworfen wurde. Jenseits jeder derzeit bearbeiteten Kategorie und Mode zelebrieren die Mühlheimer weiterhin David Lynch Soundtrackmusik, die man entweder haßt wie die Pest oder aber mit Kirschkuchen und schwarzem Kaffee begeht. Tatsächlich ist das Musik für entspannten Sex, eikalte Morde, Intrigen und durchgemachte Nächte in trostlosen Fabrikruinen. Bohren sind born-cool, stilsicher (seit den 7" Boots-Tagen), frauenkompatibel und machen sich in jeder Wohnung mit einem roten Samtsofa äußerst kleidsam für das Ambiente. Wer Bohren bisher langweilig fand, der wird seine Meinung mit dieser Platte nicht revidieren können, aber ich sage aus tiefster Überzeugung, daß er von Coolness etwa soviel Ahnung hat, wie ich von Cricket! 1x Kaffee schwarz, 1x diesen herrlichen Kirschkuchen und dann an Twin Peaks denken! (Wonder) |
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FORBIDDEN DIMENSION-A COFFINFUL OF
CROWS-CD
Killer!!! Forbidden Dimension ist eine der superseltenen Ausnahmebands, die mit jeder Veröffentlichung mein Herz auf's Neue brechen. Wenn Dich zufällig einmal jemand fragen sollte, wie ein "CI" (Corporate Identity für alle Agenturunbedarften) für eine Band aussehen kann, dann verweise ihn bitteschön auf Forbidden Dimension, die das unbeschreibliche Glück haben, daß sie mit Tom Bagley (aka Jackson Phibes) sowohl einen begnadeten Zeichner als auch die komplette Band in einer Person haben. Als One-Man-Band mit einer wahnsinnigen Fuzzwarp-Gitarre und einer Beatbox gestartet, sind F.D. zu einem zumeist schlafenden Trio gewachsen, die einen einzigartigen Sound produzieren. Das Gesamtwerk umfaßt bereits vier Longplayer und ganze sechs 7"s, die allesamt so rar und begehrt sind, wie Misfits-Originale. Genretechnisch passen Forbidden Dimension mit den Misfits dann auch noch in eine Kiste, denn Bands, die mit Horrorbemalung auftreten, die sind selten geworden. "Coffinful" sei all denen wärmstens an's Herz gelegt, die eine fies verzerrte Gitarre zu schätzen wissen und sich nicht unbedingt darauf versteifen, daß hinter einem Schlagzeug ein menschliches Wesen sitzen muß. Die CD rettet die erste superseltene 7" vor der Vergessenheit, das Cassette-only Album "Mars is heaven" vor dem Verfall und legt noch ein paar unveröffentlichte Stücke oben drauf (Mars is heaven besteht zum größten Teil aus Songs, die bei anderer Gelegenheit nochmal mit einer kompletten Band eingespielt wurden, um dann auf diversen EP's verbraten zu werden). Schwer empfohlen für einen Eindruck sei die Webseite von Mr. Phibes, der dort auch einen Höreindruck seiner Umtriebigkeit vermittelt. Geniale Bilder, geniale Musik, click hier: Jackson Phibes/Forbidden Dimension Und für die Platte (wie für alle anderen Forbidden Dimension CD's auch) gilt: Zulegen oder dumm sterben! (Reanimator Records) |